Kryotherapie: Einsatzgebiete und Wirkung der Kälte

Einsatzgebiete der Kryotherapie

Die Kryotherapie hat verschiedene Einsatzgebiete, die den Fokus auf unterschiedliche Erkrankungen legen. Kalte Temperaturen werden zur Entfernung von Warzen und Pigmentflecken, zur Behandlung von Tumoren und zur Vorbeugung von Blutschwämmchen eingesetzt. Während die Kryoablation in der Kardiologie stattfindet, wird ein Katarakt mittels Kryotherapie von einem Augenarzt behandelt. Der Dermatologe kümmert sich um die äußerliche Behandlung von Hautveränderungen, die sich mittels Kältetherapie lindern lassen.
Zur Kryotherapie zählen komplexe medizinische Verfahren wie die Vereisung, aber auch altbekannte Verfahren wie Quarkwickel und Eiskompressen.

Durchführung und Wirkung

Die einzelnen Formen der Kryotherapie unterscheiden sich im Hinblick auf die verwendeten Hilfsmittel, die genutzten Temperaturen und andere Faktoren. Während bei der Kryochirurgie eine punktgenaue Behandlung über wenige Sekunden stattfindet, werden bei der Ganzkörperkältetherapie große Teile des Körpers hohen Minusgraden ausgesetzt.
Die Kryoablation ist ein Verfahren aus der Kardiologie, welches auf die Herzzellen einwirkt und diese verändert. Dadurch wird Herzrhythmusstörungen vorgebeugt.
Beim Kryostripping kommt die Kälte als Mittel gegen Krampfadern zur Verwendung. Die betroffene Vene wird mit einer Kältesonde behandelt und kann anschließend vollständig entfernt werden.

Kryotherapie: Einsatzgebiete

Die Kryotherapie kommt bei zahlreichen körperlichen und psychischen Beschwerden zum Einsatz. Die Kältebehandlung hilft unter anderem gegen:

  • Schwellungen (Mückenstiche, Prellungen, u.a.)
  • Hautveränderungen (Warzen, Pigmentflecken, Blutschwämmchen)
  • Erkrankungen des Gewebes (Narbengewebe, Tumoren, u.a.)
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Psychische Beschwerden (z.B. Angststörungen)
  • Krampfadern

In der Neurologie und Psychologie könnte die Kryotherapie zukünftig noch stärker eingesetzt werden. Aktuelle Studien befassen sich mit der Wirkung von Kälte auf Depressionen, Angststörungen und hormonelle Beschwerden.

Kryotherapie stärkt die Abwehrkräfte

Eine Behandlung in der Kältekammer strafft die Haut, erhöht die Lebensdauer der Zellen und stärkt die Abwehrkräfte. Die niedrigen Temperaturen sollen zudem Muskelkater reduzieren und die Kalorienverbrennung unterstützen. Bei Minusgraden von -110 Grad Celisus wird der Körper zwar enormem Stress ausgesetzt. Anschließend produziert er jedoch Dopamine und Endorphine, die für ein gesundes Immunsystem und eine ausgeglichene Psyche essenziell sind.

In der Kältekammer verengen sich die Gefäße. Anschließend erweitern sie sich und reichern das Blut mit zusätzlichem Sauerstoff an. Die erhöhten Sauerstoffwerte sollen die Regeneration von beschädigtem Gewebe fördern.

Wann eine Kältebehandlung nicht zu empfehlen ist

Menschen, die an Herz-Kreislauf-Beschwerden leiden, eignen sich meist nicht für eine Kältebehandlung. Das gilt auch für Menschen, die einen Herzschrittmacher tragen oder an einer akuten Erkrankung der Atemwege leiden.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Akute Venenentzündung
  • Tumorerkrankungen
  • Anfallsleiden
  • Hautinfektionen
  • Ausgeprägte Blutarmut
  • Akute Nieren- oder Harnwegserkrankungen

Personen, die an Neuropathien, dem Raynaud-Syndrom oder einer Immunsuppression leiden, eignen sich nicht für die Kryotherapie. Schwangere Frauen ab dem vierten Monat und Menschen, die an Klaustrophobie leiden, dürfen die Kältekammer nicht betreten. Lokale Vereisungen sind nach Rücksprache mit dem Dermatologen auch bei genannten Erkrankungen denkbar.

Kälte kann also viele Beschwerden lindern und hat durch moderne Behandlungsverfahren zusätzlich an Wichtigkeit gewonnen. Viele Berichte über die Verfahren wie die Ganzkörpertherapie bestätigen die positiven Auswirkungen auf Körper und Geist.

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